Krimi gegen Walsum: Löwen klopfen wieder an der Spitze an

Am elften Spieltag der Rollhockey-Bundesliga der Herren kam es in der Cronenberger Alfred-Henckels-Halle zum Duell der Löwen mit den Roten Teufeln der RESG Walsum. Obwohl der Gegner ersatzgeschwächt antreten musste, wurde es ein spannender Schlagabtausch, den der RSC letztlich knapp, aber verdient mit 7:5 für sich entscheiden konnte.

Im Team von Trainer Jordi Molet fehlte weiterhin Kapitän Sebi Rath; er wurde abermals von Aaron Börkei vertreten. Die Personaldecke bei den Gästen aus Duisburg war da schon dünner. Hier fielen mit Jan Dobbratz, Marc Coll und Victor Iranzo gleich drei Stammkräfte aus. Die Mannen aus dem Pott hatten also ein dickes Brett zu bohren, zumal sie zuletzt zwei empfindliche Niederlagen gegen Remscheid und Düsseldorf zu verdauen hatten. Der RSC hingegen wollte nach der 4:10-Niederlage im Spitzenspiel am Dienstag in Herringen Wiedergutmachung betreiben.

Das schien zunächst zu gelingen: Niko Morovic erwischte Walsums englischen Ersatztorwart Arran Hall auf dem falschen Posten – die kurze Ecke war offen – und erzielte so schon in der zweiten Minute das 1:0. Noch innerhalb der ersten zehn Spielminuten legten die beiden Börkei-Brüder nach und erhöhten auf 3:0. Doch wer den Gegner jetzt schon abgeschrieben hatte, täuschte sich gewaltig: Mit einem beeindruckenden Sturmlauf gelang es den Walsumern in nur fünf Minuten, auszugleichen. César Torres (2x) und Miquel Vila hatten nach schönen Kombinationen getroffen – profitierten dabei aber auch von Unaufmerksamkeiten in der Cronenberger Abwehr. Ein Weckruf für die Löwen, die nun wieder bissiger wurden und die Kontrolle übernahmen. In der 20. Minute überschlugen sich noch einmal die Ereignisse: Ein Penalty für Cronenberg wurde gleich dreimal ausgeführt, weil RESG-Keeper Hall sich jeweils zu früh von der Linie bewegt hatte. Doch auch beim dritten Versuch war Schütze Niko Morovic erfolglos. Sekunden später gelang ihm aus dem Spiel heraus aber doch noch das befreiende 4:3, zugleich der Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel erzielte Tom Drübert per Distanzschuss das 5:3, doch in den Jubel der RSC-Fans mischte sich jener der Duisburger Auswärtsfahrer: Sebastian Haas hatte es postwendend wieder spannend gemacht. Im Anschluss gelang Vila gar der erneute Ausgleich zum 5:5. Jetzt war das Publikum angefacht; ein echter Krimi stand ins Haus. Nach dem 6:5 durch einen direkten Freistoß von Aaron Börkei drückte Cronenberg weiter aufs Gas. Arran Hall entschärfte einen weiteren „Direkten“, Tom Drübert traf nur den Pfosten. So verblieb das Duell bis in die Schlussphase auf des Messers Schneide. Erst zwei Minuten vor dem Ende rundete Aaron Börkei seine Klasseleistung mit seinem dritten Tor ab; das 7:5 war gleichbedeutend mit der Entscheidung.

Dank der drei Punkte sind die Löwen nun wieder punktgleich mit Spitzenreiter Herringen. Der aber hat ein Spiel weniger bestritten und die deutlich bessere Tordifferenz. Der RSC fährt am nächsten Wochenende zum TuS Düsseldorf-Nord, der dank der Remscheider und Walsumer Schwächen nun überraschend auf Platz drei steht. Anstoß in der Eckener Straße ist am 11.3. um 16:00 Uhr.

Der RSC spielte mit: Geisler, Heise – Aa. Börkei (3), Morovic (2), Drübert (1), Ad. Börkei (1), Trimborn, Bernadowitz, Caramanno, Seidler