Eurockey: Kein Happy End für U15

Auch am letzten Tag des Eurockey-Cups war das Glück nicht mit der U15 des RSC im Bunde. In der Schlussrunde der Gruppenvierten ging es um die Plätze 13 bis 16. Hier traf das junge Cronenberger Team zunächst auf Gastgeber CH Lloret.

In dieser Partie zeigte das Team von Thomas Köhler eine starke Leistung und erarbeitete sich eine spielerische Überlegenheit. Belohnt wurde die aber nicht – auch hier hieß es am Ende 1:2. Der Unmut der deutschen Delegation richtete sich dabei vor allem gegen den Unparteiischen, der vom Heimverein gestellt wurde. Er zeigte Florian Keil Blau und Trainer Thomas Köhler sogar die Rote Karte. Nach dem 0:1 konnte eine Großchance des RSC per Direkten nicht genutzt werden, das Anschlusstor zum 1:2 durch Florian Keil kam zu spät. Direkt im Anschluss ging auch die letzte Partie gegen RS Gujan-Mestras aus Frankreich verloren. Erneut konnte hier Florian Keil einen 0:2-Rückstand verkürzen. Kurz danach hielt der über den gesamten Turnierverlauf starke Keeper Alessandro Failla – der jüngste Spieler des Turniers – mit einem gehaltenen Direkten seine Farben im Spiel, ehe die Franzosen dann elf Sekunden vor Schluss mit dem 1:3 den Sack zumachten.

In der Vorrundengruppe B war der RSC dagegen dreimal chancenlos. Ein letztendlich deutliches Ergebnis 2:10 im letzten Spiel gegen Compania de Marie Hockey (Spanien) spiegelte dabei aber nicht den Spielverlauf wider. Der RSC machte den Spaniern das Leben schwer, das Tor zum 3:0-Pausenstand fiel erst kurz vor der Halbzeit. Zuvor hatte der RSC seinen Gegner das Leben mächtig schwer gemacht und mit einer guten Leistung die Spanier überrascht. Das Ergebnis wurde erst gegen Ende der Partie deutlich, bis dahin hatten Tobias Wilke mit seinem dritten Turniertreffer und Riccardo Failla die Tore erzielt. Zuvor hatte es für das junge Cronenberger Team, in dem mit Torhüter Alessandro Failla und Phil Capozzoli zwei etatmäßige U13-Spieler standen, gegen Roller Bassano aus Italien einen holprigen Start, gegeben. Nach wenigen Minuten stand es bereits 0:4 aus RSC-Sicht, dann aber wirkte der Rückstand wie ein Weckruf. Gegen den permanenten Druck stand die Abwehr besser und der jüngste Turnierspieler im Cronenberger Tor blieb einige Male Sieger. Erst in Hälfte zwei der ruppigen Partie mit insgesamt fünf Blauen Karten zog Bassano dann deutlich davon. Tobias Wilke gelang das Cronenberger Tor.

Auch die hoch gehandelte portugiesische Mannschaft aus Paco de Arcos zeigte schnell, wer Herr im Hause war. Nach gut eineinhalb Minuten stand es 0:2. Dann scheiterte der RSC per Penalty, fast im Gegenzug fielen die Treffer drei und vier. Auch in diesem Spiel fand danach die Cronenberger Defensive ihren Rhythmus, auf der anderen Seite gab es einige Torchancen, die aber nur Tobias Wilke zu einem Treffer nutzen konnte. Bis weit in die zweite Halbzeit gab es kein Gegentor – insgesamt hielt die Abwehr halbzeitübergreifend zwölf Minuten lang dicht. Als dann aber Mitte der zweiten Halbzeit dann die Kräfte schwanden, setzte es in eineinhalb Minuten vier Gegentreffer, so dass das Resultat am Ende doch deutlich wurde.

Wie schon so viele RSC-Teams vor ihr muss auch die diesjährige U15 das Turnier als wertvolle Erfahrung verbuchen, im Konzert der besten europäischen Mannschaften dabei gewesen zu sein. Vor allem gegen den Nachwuchs der südeuropäischen Profi-Teams hatte das deutsche Rollhockey auch bei diesem Turnier einen schweren Stand und musste die Übermacht der Gegner anerkennen.

RSC: Alessandro Failla – Phil Capozzoli, Miriam Simon, Florian Keil, Mia Bücheler, Tobias Wilke, Pia Bremer, Albert Grusenick, Riccardo Failla.

Die Spiele der U15:
RSC – Roller Bassano 1:10
RSC – CD Paco de Arcos 1:11
RSC – Compania de Maria Hockey 2:10

RSC – CH Lloret 1:2
RSC – RS Gujan-Mestras 1:3