Starkes U13-Team wiederholt DM-Titel

Die U13 bleibt Deutscher Meister. Nachdem das Finale gegen die IGR Remscheid nicht ausgetragen werden konnte, wurden kurzerhand beide Teams zum Sieger erklärt – der Titel wurde also im Bergischen Land geteilt.

Was war passiert? Unmittelbar vor dem Endspiel – die Mannschaften hatten sich bereits zur Begrüßung aufgestellt – gab es einen medizinischen Notfall im Remscheider Fanblock. Sofort wurden in der Iserlohner Halle Reanimationsmaßnahmen eingeleitet, Teams und Zuschauer wurden vom sehr souverän reagierenden Ausrichter ERG Iserlohn aus der Halle geleitet. Und auch die Organisatoren des Verbands taten das einzig Richtige: Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen beide Vereine wurde das Finale nicht mehr gespielt. So gab es bei der Siegerehrung doppelt so viele Sieger wie geplant.

Zuvor hatten die mit Abstand besten Mannschaften des Turniers verdient das Finale erreicht. Für das Team des scheidenden Trainers Andreas Richter war das bereits ein großer Erfolg, der angesichts einer durchwachsenen Saison nicht unbedingt zu erwarten war. Am Meisterschafts-Wochenende präsentierte sich dann aber auf dem Feld eine homogene, hochkonzentrierte Mannschaft, die es auf den Punkt schaffte, ihre Bestleistung abzurufen. So auch im Halbfinale gegen eine ERG Iserlohn, die sich nach Kräften gegen das Ausscheiden wehrte. Vor allem ihrem Keeper hatten es die Gastgeber zu verdanken, dass der RSC nicht schon früh in Front ging. Als sich dann die grün-weißen Angreifer aber mehrmals an dem Schlussmann im ERGI-Tor die Zähne ausgebissen hatten, rollten auch die ersten gefährlichen Konter auf das Cronenberger Tor. Doch auch Lotta Dicke, die gemeinsam mit Arven Schwerin über das gesamte Wochenende zwischen den RSC-Pfosten glänzte, war auf dem Posten. Mitte der ersten Hälfte schaffte es dann Finn Ullrich, sein Team für die Anstrengungen zu belohnen. Gekonnt tanzte er die Deckung aus und schob ein. Halbzeit. Danach das gleiche Bild. Der starke Florian Keil sorgte für das scheinbar erleichternde 2:0, doch postwendend schlug ein verdeckter Distanzschuss ins lange Eck des Cronenberger Tores ein. Die ERGI verstärkte den Druck, doch die RSC-Deckung blieb aufmerksam und kämpfte den Vorsprung über die Zeit. Dabei wurde es in den Schlusssekunden noch einmal hektisch, als ein Foul am kampfstarken Tobias Wilke nicht geahndet wurde und so die Iserlohner – schlussendlich erfolglos – noch einmal in Überzahl gefährlich vor das gegnerische Tor kamen.

In den Gruppenspielen hatte der Titelverteidiger schon zum Auftakt mit einem in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten 8:0-Sieg gegen Germania Herringen für eine Duftmarke gesetzt. Gegen den RSC Gera dauerte es bis tief in die zweite Hälfte, bis die Junglöwen ihren Rhythmus gefunden hatten. Letztendlich schossen dann aber Angelina Mezzo, Florian Keil, Tobias Wilke und Finn Ullrich einen 9:4-Sieg heraus. Der Halbfinal-Einzug war perfekt – für die Mission Gruppensieg standen die Vorzeichen auch in der abschließenden Gruppenpartie gegen Krefeld die Vorzeichen gut: Ein Hattrick von Finn Ullrich schien gleich für klare Verhältnisse zu sorgen, doch Krefeld kam noch bis auf 5:3 zurück. Das war’s dann aber – Sieg, Gruppenerster, Halbfinale!

RSC: Arven Schwerin, Lotta Dicke, Mia Furmanek – Finn Ullrich, Florian Keil, Angelina Mezzo, Yannik Schmitz, Tobias Wilke, Franka Hann, Mia Bücheler, Alida Grusenick, Niklas Anton, Lukas Spieß.