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Traum-Ergebnis im Hinspiel: RSC-Damen besiegen Valdagno mit 6:0

Im Viertelfinal-Hinspiel des WSE-Cups zeigten die Rollhockey-Damen des RSC Cronenberg eine Leistung, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Vor heimischer Kulisse und rund 200 lautstarken Fans deklassierte das Team von Trainerin Maren Wichardt den italienischen Top-Klub Hockey Valdagno mit 6:0 (2:0). Damit verschafften sich die Cats eine traumhafte Ausgangsposition für das Rückspiel in zwei Wochen und greifen nach den Sternen: Erstmals seit 2010 könnte wieder ein Cronenberger Team in die dritte Runde auf europäischer Bühne einziehen.

Vom Anpfiff weg entwickelte sich eine Partie mit enormer Intensität. Die Gäste aus Venetien zeigten sofort ihre Konterstärke, doch RSC-Torhüterin Lara Immer war hellwach und entschärfte bereits nach 20 Sekunden die erste Großchance. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem auch die Cats früh hätten in Führung gehen können. Yolanda Kahmann, die noch zuletzt in der Bundesliga gegen Düsseldorf sechsfach getroffen hatte, scheiterte jedoch zunächst aus kurzer Distanz.

In der Anfangsphase prägten vor allem die beiden starken Torfrauen das Geschehen, sodass es nach zehn Minuten trotz Chancen auf beiden Seiten noch torlos stand. Die Cronenbergerinnen agierten mutig, mussten aber aufpassen: Die Foulbelastung stieg früh an, und nach einer Viertelstunde standen bereits vier Teamfouls auf der Anzeigetafel.

Die Erlösung folgte schließlich Mitte der ersten Halbzeit. Yolanda Kahmann antizipierte einen italienischen Aufbaufehler, eroberte den Ball und vollendete ihren Sololauf eiskalt in die lange Ecke zum 1:0 (15. Minute). Die Führung gab Sicherheit, auch wenn Lara Immer im Gegenzug erneut ihr ganzes Können aufbieten musste, um den Ausgleich zu verhindern, als die RSC-Defensive kurzzeitig unsortiert wirkte.

Doch die Cats blieben offensiv gefährlich. Fünf Minuten vor dem Pausentee setzte sich Kahmann auf dem rechten Flügel energisch durch und bediente im Zentrum Lea Seidler, die den Ball zum 2:0 über die Linie drückte (20. Minute). Mit diesem Vorsprung ging es in die Kabine – ein gefährliches, aber verdientes Polster, auch wenn die Foulstatistik (9:6) zur Vorsicht mahnte.

Die zweite Hälfte begann kritisch: Valdagno drückte und traf zunächst nur den Pfosten. Auf der Gegenseite verpassten Kahmann, Seidler und Lütters mehrfach die Vorentscheidung. In der 34. Minute schien das Spiel zu kippen, als das zehnte Cronenberger Teamfoul den Italienerinnen einen Direkten Freistoß bescherte. Doch das Glück des Tüchtigen war auf Seiten des RSC: Valdagnos Schützin setzte den Ball an den Pfosten.

Dieser Moment war der Wendepunkt. Nur drei Minuten später war es erneut Kahmann, die im Nachsetzen auf 3:0 erhöhte (37.), ehe Kapitänin Leonie Lütters mit einer feinen Einzelleistung auf 4:0 stellte (39.). Der Widerstand der Gäste war nun gebrochen.

In den letzten Minuten spielten sich die Dörper Cats in einen Rausch. Ein direkt verwandelter Freistoß von Kahmann nach dem zehnten Foul der Italienerinnen schraubte das Ergebnis auf 5:0 (44.). Selbst eine Unterzahl nach einer Blauen Karte gegen Leonie Lütters überstand das Team schadlos. Den Schlusspunkt unter einen historischen Abend setzte Youngster Mia Bücheler: In der letzten Spielminute lief die eingewechselte Angreiferin allein auf das Tor zu und vollendete nervenstark zum 6:0-Endstand.

Mit diesem Polster reisen die Cronenbergerinnen nun voller Selbstvertrauen nach Italien. Historisches winkt – doch erst müssen noch einmal 50 Minuten Konzentration her.

Für den RSC spielten:
Lara Immer, Julia Pfaffendorf – Yolanda Kahmann (3), Leonie Lütters (1), Lea Seidler (1), Mia Bücheler (1), Carlota Molet, Alida Grusenick, Miriam Simon, Paula Rapp.

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RSC Cronenberg Rollhockey WSE Cup Damen 14.02.2026