Dank Trimborn-Hattrick: Löwen im Viertelfinale

Der RSC Cronenberg ist mit einiger Mühe ins Viertelfinale des DRIV-Pokals eingezogen. Mit 7:4 siegte der amtierende deutsche Vizemeister auswärts bei der RESG Walsum II.
Die Duisburger Reserve ist aktuell in keiner Liga gemeldet, zuletzt spielte sie drittklassig. Jedoch bot man für das Pokalspiel einige altbekannte Namen auf. Das Tor hütete etwa der langjährige Bundesliga-Keeper Tobias Wahlen, der erst im Mai seine Karriere beendet hatte. RSC-Trainer Jordi Molet hingegen gewährte seinem Stammtorhüter Leon Geisler eine Auszeit. Für ihn startete der äußerst erfahrene, aber lange nicht mehr eingesetzte Patrick Heise. Von den etablierten Feldspielern fehlte einzig Thomas Köhler.
So überraschte es durchaus, dass nach 13 Minuten der Gastgeber in Führung ging. Und auch in der Offensive tat sich der haushohe Favorit schwer: Erst vier Minuten vor der Pause platzte der Knoten. Mats Trimborn glich für die Löwen aus – und legte gleich nach. Lucas Seidler und Marco Bernadowitz nutzten die Gunst der Stunde und bauten die Führung bis zum Halbzeitpfiff auf 4:1 aus.
Wer aber dachte, die Dämme seien nun gebrochen, täuschte sich: Nach dem Seitenwechsel kam Walsum II wieder auf 4:3 heran. Es war nur einem Doppelschlag von Seidler und Tom Drübert zu verdanken, dass die Schlussphase nicht unnötig spannend wurde. Da traf der Außenseiter nämlich ein viertes Mal. So konnte aber Mats Trimborn in der letzten Minute seinen Hattrick schnüren und das Endergebnis von 7:4 unter Dach und Fach bringen.
Im Viertelfinale trifft der RSC am 14. Januar auf den HSV Krefeld aus der zweiten Bundesliga.

Die zweite Mannschaft des RSC muss sich indes aus dem diesjährigen Pokalwettbewerb verabschieden. Trotz einer sensationellen ersten Halbzeit, nach der es noch 2:2 gestanden hatte, ging die “Zwote” letztlich mit 2:11 gegen Bundesligist RSC Darmstadt baden.
Mit einer Mischung aus U20-Youngstern, Bundesliga-Ergänzungsspielern und Altgedienten lag Drittligist RSC II in eigener Halle schnell mit 0:2 zurück. Davon ließ er sich aber nicht aus der Ruhe bringen: Sandro Caramanno und Dirk Brandt glichen kurz vor der Pause aus.
Ein Weckruf für die Gäste, die als Bundesliga-Letzter nicht auch noch eine Schmach im Pokal-Achtelfinale hinnehmen wollten. Sie legten jetzt los wie die Feuerwehr und führten schon fünf Minuten nach Wiederanpfiff mit 7:2. In der Schlussphase gelangen vier weitere Treffer. Die 2:11-Niederlage unserer Regionalliga-Mannschaft geht sicher in Ordnung, fällt aber, gemessen an den Mühen in der ersten Hälfte, etwas zu hoch aus.