Eurockey-Cup: Leistungssteigerung am Ende nicht belohnt

Beim Eurockey-Cup, dem Turnier der besten 16 U15-Mannschaften aus Europa, wurde die Leistungssteigerung der Cronenberger Mannschaft nicht belohnt.

Auch wenn am Ende ein Turnier ohne Sieg stand, blieb am Ende neben einigen tollen Erfahrungen auf internationalem Parkett vor allem die Bilanz, dass das Team von Daniela Stoll an den Herausforderungen der internationalen Konkurrenz spielerisch gewachsen ist. Obwohl dies die Ergebnisse am Schlusstag nicht abbilden, zeigte der RSC eine deutliche Steigerung im Turnierverlauf. Demensprechend ließen sich die Spielerinnen und Spieler ihre gute Laune auch nicht von den Resultaten verderben.

Nach einer kräfteraubenden Vorrunde mussten die Junglöwen am letzten Tag gleich dreimal ran: Der erste Gegner, CPP Rasteig, ging zwar schnell mit 0:3 in Front, Sandro Caramanno konnte allerdings zur Mitte des Spiels noch einmal auf 3:1 verkürzen. Zu einer weiteren Ergebnisverbesserung reichte es dann aber nicht mehr, nach dem zwischenzeitlichen 1:6 konnte Noah Friese Sekunden vor Spielende nur noch auf 2:6 korrigieren. Gleich im Anschluss folgte das deutsche Duell gegen den Vizemeister der DM, den RHC Recklinghausen. Hier ging der RSC erneut durch Noah Friese 1:0 in Front, doch dann holte Recklinghausen zum Gegenschlag aus und siegte letztendlich mit 1:3. Wenig später musste das Cronenberger Team dann bereits zum dritten Mal auf das Feld und unterlag dem RSC Uttigen auch beim zweiten Aufeinandertreffen, diesmal allerdings deutlich mit 0:6.

Im abschließenden Gruppenspiel gegen den RSC Uttingen war dagegen eine tolle Moral der Junglöwen nicht belohnt worden. Zuvor hatte sich das Team von Daniela Stoll im spanischen Vilanova lange bravourös gegen die Niederlage gestemmt. Obwohl für beide Mannschaften bereits vor der finalen Gruppenpartie feststand, dass sie den Einzug in die Finalrunde verpasst hatten, lieferten sie sich einen heißen Kampf: Dabei gerieten die Junglöwen zwar schon in der Anfangsphase ins Hintertreffen, hielten dann aber gut dagegen. Das 0:2 kurz vor der Pause beantwortete Sandro Caramanno Sekunden vor der Halbzeit, als er einen Direkten verwandelte. Uttigen kam besser aus der Kabine, zog auf 1:4 davon, doch in den letzten fünf Minuten schlug der heimische RSC gegen den Schweizer Meister zurück und die Partie nahm ordentlich Fahrt auf: Sandro Caramanno traf zum 2:4, Leonie Lütters wenig später zum 3:4. Sekunden später scheiterte Sandro Caramanno zwar mit einem Penalty, machte es dann aber wenig später besser und markierte den umjubelten Ausgleich. 27 Sekunden vor Schluss kippte die Partie dann aber doch noch – der verdiente Punktgewinn war dahin.

Am Morgen hatte noch der französische Vizemeister La Vendénne mit 11:1 gegen den RSC triumphiert. Dem druckvollen Spiel der Franzosen hielt die Abwehr zwar – abgesehen vom 0:1 – bis tief in die erste Hälfte stand, dann aber zog La Vendéenne auf 1:4 davon. Noah Friese hatte zum zwischenzeitlichen 1:3 verkürzt. In Halbzeit zwei entschärfte Torhüterin Arven Schwerin noch einen Direkten. Zum Auftakt des Eurockey-Cups hatte die U15 mit 3:10 gegen CH Compostela verloren.Dabei wurde es nach einem 0:5 gegen den Vierten der spanischen Meisterschaft zur Pause in Durchgang zwei zwischenzeitlich noch einmal spannend: Binnen fünf Minuten verkürzten Sandro Caramanno per Penalty, Noah Friese und Daniel Kraschinski für den amtierenden Deutschen U15-Meister von 0:8 auf 3:8, doch dann legte Compostela noch zweimal nach.

RSC: Julia Pfaffendorf, Arven Schwerin – Noah Friese, Daniel Kraschinski, Jannik Wiertz, Leonie Lütters, Caroline Reichelt, Lena Janßen, Carla Merg, Sandro Caramanno.