1. Bundesliga: Dörper CatsRollhockey

Dörper Cats gewinnen den Derby-Krimi: Auswärtssieg im Spitzenspiel gegen IGR Remscheid

Im absoluten Topspiel der Rollhockey-Bundesliga haben die RSC-Damen am Samstagnachmittag starke Nerven bewiesen.

Im prestigeträchtigen Bergischen Derby bei der IGR Remscheid setzten sich die Cats in einer torreichen und dramatischen Partie knapp aber verdient mit 5:4 (1:0) durch und entführen drei eminent wichtige Punkte aus der Halle Hackenberg.

Die Ausgangslage vor dem Anpfiff war klar: Der Tabellenerste IGR empfing den Verfolger aus Cronenberg. Entsprechend intensiv starteten beide Teams. Die Zuschauer in Remscheid sahen zunächst eine taktisch geprägte erste Halbzeit, in der beide Abwehrreihen wenig zuließen.

Den „Dosenöffner“ für die Cats besorgte Miriam Simon in der 16. Spielminute, als sie die Cats mit 1:0 in Führung brachte. Vorausgegangen war eine Phase, in der die Gastgeberinnen nach einer Blauen Karte gegen Anna Behrendt in Unterzahl agieren mussten. Mit dieser knappen Führung ging es auch in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann richtig Fahrt auf . Zunächst gelang der IGR durch ihre Top-Torjägerin Lea Steinmetz der Ausgleich. Doch die Antwort der Cats ließ nicht lange auf sich warten und war ein beeindruckender Beweis für die Breite im Cronenberger Kader.

Innerhalb von nur knapp 70 Sekunden stellten die Dörper Cats die Weichen auf Sieg: Erst traf zur erneuten Führung, kurz darauf erhöhte Alida Grusenick auf 3:1. Cronenberg kontrollierte nun das Spiel, auch wenn Remscheid durch Steinmetz erneut verkürzen konnte.

Die Schlussminuten entwickelten sich zu einem wahren Nervenkrimi. Die Cats schienen den Sack bereits zugemacht zu haben, als Carlota Molet und Kapitänin Leonie Lütters das Ergebnis auf ein komfortables 5:2 schraubten. Bemerkenswert: Fünf verschiedene Torschützinnen trugen sich auf Cronenberger Seite in den Spielbericht ein – eine geschlossene Mannschaftsleistung par excellence.

Doch Remscheid gab sich nicht geschlagen. Noch in derselben Minute schlug Lea Steinmetz mit ihrem dritten Treffer zurück, und als Saphira Giersch knapp sechs Minuten vor dem Ende sogar auf 4:5 verkürzte, wurde es noch einmal hektisch.

Am Ende brachten Torhüterin Lara Immer und ihre Vorderleute den Vorsprung jedoch über die Zeit. Mit diesem Sieg revanchieren sich die RSC-Damen nicht nur für die Hinspielniederlage, sondern setzen auch ein dickes Ausrufezeichen im Kampf um die Tabellenspitze.

Für den RSC spielten:
Lara Immer – Lea Seidler (1), Leonie Lütters (1), Alida Grusenick (1), Mia Bücheler, Carlota Molet Sabater (1), Pia Bremer, Nina Necke, Miriam Sophie Simon (1).